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Geschrieben von: Administrator   
Sonntag, den 28. Dezember 2008 um 13:17 Uhr

Hier erfahren Sie einiges über die Technik des Fluggerätes, welche sich vor allem durch die Art der Steuerung gegenüber anderen Flugzeugen abhebt. Gerade dies macht es in der Wartung und Reparatur als auch im Flug außerordentlich betriebssicher.

Regelmäßige Wartung und fristgerechter Austausch von sogenannten Verschleißteilen (z.B. Zündkerzen oder Öle und stark beanspruchte Bolzen) sind aber Grundvoraussetzung für einen sicheren Betrieb eines solchen Luftsportgerätes.

Eine jährliche "TÜV-Prüfung", die Jahresnachprüfung durch einen anerkannten Prüfer des Deutschen Aero Clubs (DAeC) gehört selbstverständlich auch dazu.

 

Ein Trike besitzt natürlich auch alle klassischen Komponenten wie ein "richtiges Flugzeug". Nur das hier die Technik nicht so komplex ist. Dadurch bleibt letztendlich in der Luft mehr Zeit um den Flug zu genießen, denn die Überwachung des Fluggerätes soll ja nicht in Stress ausarten. Von Vorteil ist hierbei auch die geringe Eigengeschwindigkeit des Fluggeräts (90-100 km/h), welches es ermöglicht auch so manches Detail zu entdecken, was den "superschnellen Fliegern" meistens vorenthalten bleibt.

 

 

Tragwerk

Getragen werden wir in der Luft von einer druckpunktfesten Fläche, die sich im Fluge sehr stabil und gutmütig verhält. Dies kommt der Betriebssicherheit und dem Handling zugute.
Die Tragfläche, welche unseren Auftrieb erzeugt, ist aus einem flexiblen Material (Mylar-Dacron-Verbundfaser) hergestellt. Diese erhält durch zusätzliche "Segellatten" die Profilform die wir benötigen, damit unser Fluggerät bei positiven und negativen G-Belastungen nicht zusammenklappt. Mit der Nurflügelfläche heben wir bei ca. 50 km/h ab. Die Gesamtfläche betragt hierbei 14m2 bei einer Spannweite von rund 10 Metern. Gesteuert wird die Fläche lediglich durch die Bewegung des "Bügels". In der Luft erwirkt man damit eine Gewichtsverlagerung der "Gondel" und damit werden schließlich alle Flugmanöver eingeleitet. Dies lässt sich aber am besten bei einem Rundflug zeigen und erklären.



Rumpfwerk

Ist in der Großfliegerei letztendlich die gesamte Zelle, die Passagiere, Fracht und Treibstoff aufnehmen kann. Hier am Trike ist natürlich alles etwas kleiner gehalten.
Hier besteht das Rumpfwerk sprichwörtlich aus einem Rumpf. Dieser besteht aus mehreren Aluminiumrohren, welche in Dreieckformen angeordnet sind und so für die nötige Stabilität sorgen. An den Alurohren selbst ist die Sitzgruppe befestigt, welche aus einer Nylonhülle mit verstärktem Schaumstoff besteht. Diese nimmt dann Pilot und Passagier hintereinander auf.
Vergleichen kann man die Sitzposition mit der eines Reisemotorrades, da hier die hintere Person etwas erhöht sitzen kann. Daduch ist es möglich eine einzigartige Rundumsicht in alle Richtungen zu haben.  Die Füße ruhen dabei auf den Fußrasten, der Oberkörper ist mit einem 4-Punkt-Schroth-Gurt gesichert. Weiterhin sind am Rahmen noch das Rettungsgerät und der 54 Liter Tank befestigt.



Triebwerk

Das Triebwerk ist ein wassergekühlter Zweitaktmotor der Marke Rotax. Dieser bringt eine Maximalleistung von 65 PS und treibt über ein Stirnradgetriebe den Propeller an. Dieser bringt einen maximalen Standschub von 200kg hervor. Dabei beträgt der durchschnittliche Verbrauch im Reiseflug ca. 13-15 Liter bestes Zweitaktgemisch. Zur Erhöhung der Betriebssicherheit ist dieser mit einer kontaktlosen Doppelzündung ausgestattet. Sollte der Motor doch einmal streiken, so ist eine Außenlandung kein Problem. Wir können Aufgrund der geringen Landestrecke und Landegeschwindigkeit auf fast jeder Wiese notlanden.


Fahrwerk

Das Trike hat ein Bugradfahrwerk, d.h. das gelenkte Rad mit Bremse sitzt vorn. An dem Vorderrad sind weiterhin zwei Fußstützen für Lenkung und die Bedienung von Bremse und Motorgas angebracht. Die zwei Hinterräder federn mit sogenannten Öl-Stickstoffdämpfern den Landestoß und die Unebenheiten der Landebahn ab. In gewissen Grenzen halten diese, bei einer harten Landung, Schäden von der Wirbelsäule fern.


Cockpit

Hier ist das Nervenzentrum eines jeden Flugzeuges. Auch beim Trike gibt es Instrumente und Anzeigen, nur nicht eben so viele wie in der Verkehrsfliegerei.

 

 

Flugüberwachung:

Höhenmesser, Fahrtmesser
Navigation: Kompass, Uhr, Funkgerät, GPS und Karte
Motorüberwachung: Drehzahlmesser, Wassertemperatur, Kraftstoffvorratsanzeige, Zündkreisschalter, Spannungsanzeige

 


Für Interessierte:       Kenndatenblatt "Powertrike"   

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 28. August 2011 um 11:42 Uhr